Obwohl Launceston die zweitgrösste Stadt in Tasmanien ist (71'000 Einwohner), hatten wir schon bei der Ankunft das Gefühl, dass hier nicht viel los ist. Dieser Eindruck hat sich dann grösstenteils auch bewahrheitet. Launceston ist seit fast 200 Jahren von Europäern besiedelt und ist somit eine der ältesten Städte in Australien. Heute noch kann man in der Innenstadt viele der schönen Kolonialbauten sehen, aber wenige Meter ausserhalb des Zentrums ändert sich das Stadtbild und man sieht scheussliche Reihenhäuser so weit das Auge reicht. Unser Hostel war zwar in einem wunderschönen alten Haus untergebracht aber hinter der Fassade leider eine ziemliche Katastrophe. Eine schmutzige und chaotische Küche, in der sich 30 Menschen etwa 3 Gabeln, 5 Teller und einen Herd teilen müssen. Ausserdem waren zu diesem Zeitpunkt etwa 20 Franzosen im Hostel, die auf einer Früchtefarm arbeiteten und jeden Abend bis 2 Uhr auf dem Balkon vor unserem Zimmer Radau gemacht haben... Naja, man kann eben nicht immer Glück haben (wir freuten uns auf jeden Fall auf die tollen YHA-Hostels auf dem Festland). Da es in Launceston überraschend wenig zu sehen gibt, waren wir umso glücklicher, als wir einige Tage zuvor gesehen haben, dass in diesen Tagen das Festivale (ausgesprochen festivalii) stattfindet - ein 3-tägiges Festival, an dem sich alles um tasmanisches Essen, Bier und Wein dreht. Wie gemacht für uns:) Dieser Tag am Festival war definitv ein Highlight, denn wie oft kann man schon den ganzen Tag lang nur essen und trinken? Genau das haben wir getan, denn die Auswahl war wirklich riesig: tasmanischer Lach, Käse aus Bruny Island, tasmanisches Rindfleisch, tasmanische Beeren, Meeresfrüchte, 45 verschiedene Tasmanische Weinproduzenten, 30 Brauereien und so weiter!
Die
Krönung des Festschmauses war dann eine Rock'n'Roll Band die aufgetreten ist
und plötzlich hat sich die Fläche mit tanzenden Menschen gefüllt.
Die
anderen Tage in Launceston verbrachten wir mit einer sinnlosen Velotour im Tamar Valley, denn wir fanden nirgens
den Veloweg und auf einem Highway neben grossen Lastwagen zu fahren, macht
irgendwie keinen Spass. Ausserdem statteten wir dem Cataract Gorge, eine zerklüftete Schlucht nahe der Stadt und
Picnicmeile der englischen Siedler. Hier haben einen schönen Nachmittag verbracht. Nach
5 Tagen in Launceston (wieder wegen des Buses) waren wir allerdings langsam
gelangweilt und konnten es kaum erwarten an
die Ostküste Tasmaniens zu reisen. Dort erwartete uns der Freycinet National Park und eine 3-tägige Wanderung.
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| Tasmanisches Ale |

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